Donnerstag, 21. August 2014

Die ganze Wahrheit - jetzt rede ich!


Nach gängiger Auffassung könnte das Folgende für Minderjährige eventuell nicht geeignet sein. Darauf hinzuweisen, ist übrigens eine sehr sinnreiche Vorsichtsmaßnahme in Zeiten von Youporn et al., wie ich finde. Nettere Blogger, also weniger schlimme Finger als ich, würden hier auch eine Triggerwarnung platzieren, aber warum sollte ich? Unsere Qualitätspresse tut sich diesbezüglich schließlich auch keinen Zwang an. Trotzdem: Klicken Sie nur auf "Weiter lesen", wenn Sie sicher sind, dass Sie über 18, moralisch gefestigt und schwer zu schocken sind. Sollten Sie eine Frau sein, dann halten Sie sicherheitshalber einen Eimer Eiswasser bereit, um die Begierde, die Sie fast zwangsläufig überkommen wird, halbwegs im Zaume zu halten. Und legen Sie um Himmels Willen etwas Saugfähiges auf den Stuhl. Sie wurden gewarnt!

Mittwoch, 20. August 2014

Zu Risiken und Nebenwirkungen


Gut, das ist schon eine Weile her, aber ich war ja auch ein paar Tage raus aus dem Geschäft. Manchmal, da fragt man sich mit Max Uthoff tatsächlich, welche Medikamente eigentlich in gewissen Kreisen so gereicht werden. Oder bei bestimmten Parteien. Wenn ich mir zum Beispiel die Wirkung der Präparate anschaue, die man sich offenbar in der SPD-Zentrale einwirft, dann will ich unbedingt auch was davon. Einen solchen Katapultstart aus dem irdischen Jammertal und seinen unbequemen Realitäten in eine andere Umlaufbahn bekommt man normalerweise nämlich auch mit den hochprozentigsten Spirituosen nicht zustande.

Sonntag, 17. August 2014

Reiseimpressionen (2)


Dachau

Wer nach Dachau kommt, will meist zur KZ-Gedenkstätte. Damit haben die Bewohner der Stadt sich inzwischen arrangiert. Sie ist weiträumig ausgeschildert, wie es im Verkehrsfunk immer heißt. Vor knapp 25 Jahren war ich schon einmal dort. Ein ehemaliger Schulfreund studierte damals in München und als ich ihn dort besuchte, sind wir mit der S-Bahn da hin gefahren. Es war ein trüber Wintertag, der Wind pfiff über das verlassene, weitläufige, verschneite Areal, auf dem wir fast die einzigen Besucher waren und die Krähen krächzten dazu. Die erhaltenen Gebäude waren so grau wie der Himmel und die Farbe blätterte ab. Die Ausstellung im Haupthaus war bescheiden und sah aus, als sei sie seit den Sechzigern nicht mehr überarbeitet worden. Trotzdem, die stille, ein wenig unheimliche Atmosphäre hat sich mir nachhaltig eingeprägt.

Reiseimpressionen (1)


Salzburg

Markartsteg, Fußgängerbrücke über die Salzach. Beim Bau haben sie damals einen Riesenfehler gemacht und für das Geländer eine Art Maschendrahtzaun verwendet. Nun konnten die Planer damals auch nicht ahnen, dass die Kombination Brücke plus gemeinhin als romantisch geltendes Ambiente von verliebten jungen Menschen irgendwann dafür genutzt werden würde, ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen, indem sie namentlich gravierte oder bemalte Vorhängeschlösser an Brückengeländer hängen und den Schlüssel in den Fluss werfen. In Paris ächzen viele Brücken mittlerweile derart unter dem tonnenschweren Ballast, dass die eine oder andere einzustürzen droht und die Stadtverwaltung an die Vernunft des über alle Ohren verliebten Jungvolks appelliert. Man kann nur viel Erfolg wünschen.

Samstag, 9. August 2014

Wenn alles Hochkultur wird


Heute: Bier und Fritten

Wein hin oder her, ein gutes Bier ist was Schönes. Leider haben viele deutsche Brauer unter dem Deckmäntelchen des Reinheitsgebotes viel zu lange alles dem Massengeschmack geopfert und die Märkte mit traurigen 08/15-Gesöffen überflutet. Von denen kann man nicht wenige nur mehr als leicht alkoholische Erfrischungsgetränke mit dezentem Bieraroma bezeichnen, will man Sensorik und Semantik nicht allzu viel Gewalt antun. Was meinen häuslichen Konsum angeht, unterstütze ich schon seit langem keine dieser Monsterbrauereien mehr, sondern habe Regionales aus einem Familienbetrieb da. Nichts Großartiges, aber ein ehrliches Helles, das nur 30 Kilometer entfernt gebraut wird und zudem deutlich günstiger ist als fast alles, das 'Premium' sich schimpft

Mittwoch, 6. August 2014

Wenn Schützen sich schützen


Angenommen, direkt vor den Toren einer Kleinstadt, sagen wir im Sauerland, soll ein großes Einkaufszentrum gebaut werden. Um Kaufkraft in die Region zu locken, wie es bei so was immer heißt. Nehmen wir weiter an, in der Innenstadt gäbe es noch zehn Einzelhändler. Bäcker, Metzger, Buchhandlung, Schreibwaren, Blumenladen und was es noch so gibt. Die sind mit den Plänen verständlicherweise nicht einverstanden und gründen einen Verein. Um auf ihre Bedenken aufmerksam zu machen, um gemeinsame Aktionen zu planen, nach außen mit einer Stimme zu sprechen und so weiter. Klar, dass das der Firma, die den Shoppingtempel bauen will, nicht passt. Kann schon unangenehm werden, so ein Verein. Besteht aus alt eingesessenen Bürgern und kann die Stimmung negativ beeinflussen.

Montag, 4. August 2014

Nur Bares ist Wahres


Ich liebe dieses visionäre Nerd-Gerede. Diese Typen, die irgendeine neue Technik im Gepäck haben und deshalb herumtönen, dieses oder jenes werde ob dieser genialen Erfindung definitiv demnächst aussterben. Gern erinnert man sich da zum Beispiel an die Prophezeihung, die Vernetzung von Computern würde unsere Büros ganz bald schon völlig papierlos machen. Selten so gelacht! Jetzt meint James Barrese, seines Zeichens Technologievorstand bei PayPal, in einem Interview, das Bargeld sei am Arsch und völlig zu recht auf dem Rückzug. Es sei unpraktisch und vor allem unhygienisch, bargeldlos sei viel bequemer. Sein Fazit: Nur Freaks halten noch am Bargeld fest.

Samstag, 2. August 2014

Meine Suppe ess' ich nicht!


Was für seltsame Leute manche Menschen doch um sich haben. Zumindest, was das Essen angeht. Berlin zum Beispiel scheint inzwischen bevölkert zu sein von Mimosen und Suppenkaspern, die Gastgeber und Restaurantbetreiber reihenweise mit ihren diversen Pingeligkeiten in den Wahnsinn treiben. Die Tagesspiegel-Kolumnistin Julia Prosinger jedenfalls scheint dem Wahnsinn inzwischen recht nahe: