Montag, 17. April 2017

Ronny des Monats - April 2017


Was denn, höre ich's da förmlich, schon der 17. des Monats und es wurden noch keine Ronnys vergeben? Richtig, scharf beobachtet. Mir war bislang nicht danach. Fiel mir irgendwie nichts ein. Zwar hat es auch in diesem Monat einiges gegeben, das einen Ronny wert gewesen wäre, aber es war meines Wissens kaum etwas dabei, das über die mittlerweile längst üblichen Übergriffe und Gewalttätigkeiten hinausgeht.

Schweineteile vor Bremer Moschee geworfen.
Rekord bei rechten Straftaten in Brandenburg.
Iraker von fünf Deutschen angegriffen.

Der Kram halt. So was habe ich zwar in der Vergangenheit immer auch erwähnt, aber weil dieses Mal offenbar kaum etwas anderes anlag, dann ich will das nicht auch noch den Eindruck erwecken, das mit einem, wenn auch parodistischen und rein fiktiven Preis unnötig zu honorieren. Klar, es gab schon das eine oder andere. Etwa den Ausmal-Adolf in dem Malbuch für Kinder, das eine niederländische Drogeriekette feilbot. Oder die Umtriebe der so genannten Reichsbürger, die mehr und mehr zeigen, dass sie eventuell doch nicht bloß harmlos-schrullige Spinner mit alternativem Staatsverständnis sind. Inzwischen werden die immer öfter gewalttätig oder horten Waffen. Auch dass es in Bayern überdurchschnittlich viele Beamte mit Kontakten in die Szene zu geben scheint, sollte man erwähnen. Aber sonst? Dass das österreichische FPÖ-nahe Internetportal unzensuriert.at nach Deutschland expandieren will?

Oder dass das braune Pack ja gern fragt, wie viele Flüchtlinge man denn bei sich zu Hause aufnehmen würde, so als linksgrünversiffter Gutmensch, es aber auch wieder nicht recht ist, wenn's mal jemand macht?

(MinimalFusionKultur via Fratzenbuch)

Schwierig also dieses Mal. Eine lobende Erwähnung soll es hingegen geben. Für die mutmaßliche Unverhältnismäßigkeit des Monats:

Die Straße frei den braunen Bataillonen!
Die Polizei Thüringen hat am Freitag, 31.3. im Thüringischen Sonneberg in vorbildlicher Weise zur Meinungsvielfalt im Lande beigetragen, indem sie eine Sitzblockade auflöste, mit der eine Demo der anrüchigen Thügida-Bewegung behindert werden sollte. Dank des großzügigen Einsatzes von Pfefferspray konnten die aggressiven linksradikalen Sitzsäcke von der Straße entfernt werden und die Demo nach 10 Minuten Wartezeit weitergehen. Fotografisch ist das gut dokumentiert. Der taz gegenüber meinte Polizeisprecher Marcel Ehrenreich, er habe bislang keine Erfahrungen gemacht, eine Sitzblockade mit Pfefferspray aufzulösen. "Es müsse aber berücksichtigt werden, ob es zuvor zu Ausschreitungen gekommen sei. Dies war jedoch, wie die örtliche Polizeidienststelle bei Thüringen24 angab, nicht der Fall."



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