Dienstag, 8. August 2017

Ronny des Monats - August 2017


Bevor es hier in eine einwöchige Sommerpause geht, noch schnell die fällige Ronny-Verleihung für August. Man muss beizeiten daran erinnern, dass Ronny und Konsorten nicht nur gegen alles Frrremdrrrassige aktiv sind, sondern auch gegen alles, was sie als Links ausmachen. Und weil Ronny und Co. normalerweise schon ziemlich weit rechts stehen, kann da eine ganze Menge zusammenkommen. Nehmen wir den G20-Gipfel in Hamburg, über den hier ja einigermaßen ausführlich berichtet worden ist. Natürlich war die Gewalt, zu der es gekommen ist, nicht in Ordnung. Die Reaktionen aus gewissen Kreisen allerdings auch nicht. Bernhard Torsch hat dankenswerterweise einige Screenshots aus diversen Facebookgruppen gesammelt, die illustrieren, wie gewisse Leute sich das Vorgehen gegen die Randalierer von Hamburg so vorstellen. Ein paar Kostproben:


Bürgerrechte aberkennen. Selbstjustiz. Volksfront (von Judäa?). Mehr Polizei-Gewalt. Hier gibt es noch mehr davon.

Ladies and Gentlemen, die Preisträger des Monats (mit * versehene Links verweisen auf facebook):


Platz 5: Die Chaoten von Apolda
Schon klar, das Thüringische Apolda ist nicht Hamburg, und es waren dort auch keine internationalen Großkopferten anwesend, aber was 150 dem rechten Spektrum zuzuordnende Teilnehmer einer Demo zum 1. Mai zu leisten imstande sind, ist auch nicht ohne. Wieso die Zeitungen nicht voll sind damit? Nun ja, sind halt nur Dummejungenstreiche nach ein paar Bieren zu viel, während Linke die herrschenden Besitzverhältnisse infrage stellen.


Platz 4: Die DIY-Polizei von Chemnitz
Schon in der Schule lernen wir's und wir werden beizeiten immer wieder daran erinnert: Das Gewaltmonopol in diesem, unserem Rechtsstaate liegt einzig und allein bei der Polizei. Alles andere ist Selbstjustiz. Und da wundert man sich dann doch, wenn man von einer Würzburger Rechtsanwaltskanzlei so etwas zu lesen bekommt:

"Wir haben Strafanzeige gegen Beamte der Polizei Chemnitz erstattet. Auf Facebook kursiert (mit über 32.000 Teilungen) seit gestern ein Bericht eines Chemnitzer Kleingärterns, der einen mutmaßlichen Eindringling mit Migrationshintergrund festnahm und der Polizei übergeben wollte. Angeblich habe die Polizei dann erklärt, dass dem Verdächtigen sowieso nichts passieren werde und empfohlen, man solle dies das nächste mal auf 'eigene Art' regeln."*

Hmhm, soso. Man darf gespannt sein, was die weiteren Ermittlungen ergeben. Die Aktion des Kleingärtners hat natürlich wieder zu einer Welle an Hasskommentaren geführt. Jetzt wird gegen 13.000 Facebooker ermittelt. Wenn das kein Fall für das Guinness-Buch ist.


Platz 3: Die Gleichschaltungsphantasien des Herrn P. (AfD)
Dem Herrn Poggenburg, seines Zeichens Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesvorstands, sind ja vor kurzem seine diversen WhatsApp-Chats abhanden gekommen. In einem habe es, so ist zu lesen, geheißen: "Mit der Machtübernahme muss ein Gremium alle Journalisten und Redakteure überprüfen und sieben, Chefs sofort entlassen, volksfeindliche Medien sofort verbieten." Über einen Journalisten vom Deutschlandfunk: Man solle ihm "den Schlips mal was enger ziehen" (lies: ihn aufhängen). Wie gesagt, alles bloß besorgte Bürger -- Nur damit es hinterher wieder einmal nicht heißt, man habe ja nichts ahnen können.


Platz 2: Apartheid bei EasyFitness
Natürlich ist es EasyFitness als privatwirtschaftlichem Unternehmen nicht vorzuschreiben, wen es in seine heiligen Hallen lässt und wen nicht. Dass ein Fitnessstudio, wie etliche andere Etablissements, nicht gern Leute im Laden hat, die Stress machen, ist verständlich. Wenn aber die Güstrower Niederlassung wegen eines statistisch höchst theoretischen Risikos ("Terrorverdacht + Festnahmen") hingegen gleich mal alles Undeutsche per se ausschließt, dann gibt es dafür einen Fachausdruck: Rassismus. Die Betreiber haben sich inzwischen von dem Aushang distanziert. Wenngleich ein Geschmäckle bleibt.) Man stelle sich im übrigen vor, eine vorwiegend von Migranten frequentierte Einrichtung schlösse Deutsche a priori aus. Was dann loswäre, davon geben die heldenhaften Abendlandsretter einen Vorgeschmack, die einen Zwickauer Frisörsalon als Keimzelle der Zwangsislamisierung ausgemacht haben wollten:


Platz 1: Le Frisur - Shitstorm in Zwickau
In der Zwickauer Filiale der Frisörkette Klier arbeitet ein aus Syrien stammender Friseur, der, wie zu hören ist, sein Handwerk hervorragend versteht. Allerdings wurde er in Syrien nur zum Herrenfriseur ausgebildet, für Damenfrisuren fehlt ihm daher das nötige Know-how. Es hat also keinen religiösen und/oder kulturellen Hintergrund, dass der gute Mann ausschließlich Herren bedient. Als einmal personalbedingt nur er im Laden war, konnten folglich keine Kundinnen bedient werden und die Filiale machte in einem handgeschriebenen Aushang darauf aufmerksam. Leider, das muss man sagen, war der Aushang wirklich missverständlich, um nicht zu sagen, unglücklich formuliert. Wer denn unbedingt will, kann tatsächlich daraus entnehmen, dass keine Kundinnen bedient werden, läge in der syrische Herkunft des Kollegen begründet. Normalerweise wäre so etwas kein großes Ding. Normalerweise würden die, die davon direkt betroffen sind, vielleicht nachfragen, wo denn das Problem sei, bekämen eine Antwort und die Sache wäre erledigt. Weil wir aber 2017 haben und im Zeitalter der asozialen Netzwerke leben und viele unbedingt wollen, kann man sich denken, was daraufhin losging. Unerhört! Wirsinnhierindoitschland! Zwangsislamisierung E!NSE!F!!!! Einer der Scheißestürmer verstieg sich in branchenüblich weitgehend regelloser Rechtschreibung zu der Bemerkung: "Rassismus an das eigene Volk [sic], soll der Muselmane doch nach Hause fahren wenn der Deutsche Frauen nicht die Harre schneiden will". Ja, danke für den Beitrag.

Natürlich ist das ganze vergleichsweise eher eine Schnurre. Platz 1 gibt es deswegen, weil dieser kleine Vorfall sehr schön deutlich macht, was alles schiefläuft im Moment.


Und die honourable mention des Monats geht an:


Die Bewegung 'Defend Europe' für ihre Gaga-Performance im Mittelmeer
(PM Cheung-Photography via facebook*, wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)
Lassen wir das einfach so stehen. Zu viele Fragen wirft diese Aktion auf. Ist es ernst? Oder Satire? Comedy gar? Absurdes Theater? Neodadaismus? Kunst? Oder kann das weg?




Kommentare :

  1. Das Einzig Kluge des G20 Gipfels war die Aussage des franz.Präsidenten über Africa;Solange die Frauen 7-8 Kinder bekommen sind die Entwicklungshilfe Gelder in den Sand gesetzt(Nicht wörtlich übersetzt).

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    1. Es gab 2015 noch genau EIN Land auf der Erde mit einer Geburtenrate von 7-8. Und das ist der Niger, aus dem die Franzosen den größten Teil ihres Urans beziehen.

      21 weitere Länder kommen auf eine Geburtenrate von 5,0 und höher.

      Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37202/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-der-hoechsten-geburtenrate/

      Ist also ziemlicher Blödsinn, den der Herr da erzählt. Man könnte ja mal aufhören, den Kontinent auszuplündern und im Gegenzug Waren zu Dumpingpreisen zu liefern.

      Die sog. "Entwicklungshilfe" nutzt vor allem den betreffenden Konzernen und ist nichts weiter als ein heuchlerisches Trostpflästerchen.

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